Sunday, December 03, 2006

Washington D.C.

Für heute war ein Ausflug nach Washington D.C. angesagt. 7.30Uhr trafen wir (Mathias, Krister und ich) uns in Exton. Nach ca. 2 ¾ Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht und nach kurzem Suchen fanden wir auch einen kostenlosen Parkplatz, was an einem Sonntag kein Problem darstellt. Dann ging es zuerst entlang der Independance Ave, vorbei an den vielen Museen, sowie dem Smithsonian Castle zum Washington Monument. Dieses ist mit seinen 185m das herausragendste Merkmal der Stadt. Hier konnte man sich kostenlose Tickets holen und mit einem Fahrstuhl nach oben fahren und wir hatten eine schöne Aussicht auf das Lincoln Memorial am Westende der Mall, von wo man das Spiegelbild des Monumentes im großen Spiegelbecken sieht und all die anderen Sehenswürdigkeiten. Die Fahrstuhlfahrt abwärts führt an verschiedenen gestifteten Steinblöcken vorbei, die teilweise besonders schön gestaltet sind. Das Interessante für uns war eigentlich die Tatsache, dass das Fahrstuhlglas mit Argongas gefüllt war und wirklich nur an der Stelle, wo man die Steine sehen konnte freie Sicht gewährte. Die genaue Ursache hierfür konnte uns der Park Ranger allerdings nicht erklären.
Weiter ging es zum World War II Memorial und entlang des Reflection Pools zum Lincoln Memorial, vor dem sich der Martin Luther King Jr. „I have a dream“ Speech Marker befindet. Bei genauem Hinsehen konnte man auch noch die Gravur in dem Stein leicht erkennen. Auf der Constitution Ave gelangten wir endlich zum Weißen Haus. Vor diesem war bereits der National Christmas Tree aufgestellt, welcher mit den übermäßig großen und sehr bunten Kugeln nicht ganz unseren Erwartungen entsprach. Das Weiße Haus sahen wir durch den Zaun nur von Weitem. Allerdings konnte man die Wachmänner auf dem Dach des Gebäudes sowie entlang des Zaunes mit ihrer schweren Bewaffnung noch deutlich genug erkennen. Wir umliefen einmal dieses berühmte Gebäude, sahen das Excecutive Office Building, das Treasury Department und liefen dann über den Freedom Plaza die Pennsylvania Ave hinunter. Eindrucksvoll hier war der Old Post Office Pavilion. Unser Weg führte uns direkt zum J. Edgar Hoover Building. Dem ein oder anderen wird es vielleicht was sagen. Es ist der FBI Headquarters, jedoch hatte ich auch dieses Gebäude aus Filmen in besserer Erinnerung. Der vorläufige Abschluss unserer Tour durch Washington D.C. bildete dann das Capitol und der Botanische Garten. Auf dem Weg nach Arlington machten wir noch einen kurzen Fotostopp am Thomas Jefferson Memorial. Auf dem Arlington National Cementry besuchten wir das Grab von J.F. Kennedy und abschliessend wollte ich noch einmal zum Pentagon, welches gleich in der Nähe ist. Da Mathias und Krister sich jedoch nicht sicher waren, ob man überhaupt so nah an dieses Gebäude heranfahren kann, wie wir es gerade taten, durfte ich nur schnell Fotos machen und dann wollten sie auch lieber wieder weg. Hätte mir dieses Gebäude gern noch etwas näher angeschaut und passiert ist auch nichts, als ich Fotos gemacht habe ;)
Die Rückfahrt dauerte dann nicht nur länger, nein, komischerweise mussten wir trotz des gleichen Weges die doppelte Mautgebühr bezahlen.

Ich muss sagen, dass ich irgendwie mehr erwartet hatte von Washington. Aber es ist schon cool mal die ganzen berühmten Gebäude, die man sonst nur aus Nachrichten und Filmen kennt, live zu sehen. Zur Kirschblüte soll Washington D.C. richtig schön sein, haben meine Landlords gesagt. Mal sehen, vielleicht fahr ich da noch mal hin und schau mir nur die Parks an, denn alles haben wir auf keinen Fall schon gesehen.