Tuesday, May 29, 2007

Amish Teil II

Wenn ich schon einmal Besuch aus Deutschland habe, dann gehört da natürlich auch der Ausflug ins Pennsylvania Dutch Country zu den Amish auf das Ausflugsprogramm. Als ich am frühen Nachmittag die Arbeit verließ und wir gegen 15.30Uhr in Intercourse ankamen, hatte ich eigentlich eine Fahrt mit einem Buggy geplant – dem Verkehrsmittel der Amish. Dummerweise fuhr gerade vor uns der letzte Ausflugsbuggy ab, und die anderen Pferde mussten in den Stall um sich zu schonen. Also blieb uns nichts weiter übrig als uns wie die Paparazzis auf eigene Faust auf die Spuren der Amish zu begeben. So fuhren wir durch die Gegend, genossen die Landschaft und die Ruhe die diese Gegend hier verbreitet und sahen den ein oder andere Amish auf seinem Roller, im Buggy, bei der Gartenarbeit oder einfach nur mit der Familie vor dem Haus.

Monday, May 28, 2007

Washington D.C. mit Lysann


In den USA hat man ja bekanntlich nicht viele Feiertage, aber an jedem letzten Montag im Mai wird der Memorial Day begangen. Ein Gedenktag zu Ehren der im Dienste ihres Landes Gefallenen. Ursprünglich geht dieser Tag auf den amerikanischen Bürgerkrieg zurück. Der Memorial Day markiert auch den Anfang der Sommersaison vielerorts.

Lysann und ich wollten diesen Tag nutzen um nach Washington D.C. zu fahren. Wir starteten an der Union Station und liefen dann bis zum Washington Monument. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten gab es heute noch die Memorial Day Umzüge. Hier nehmen Sportgruppen, Schulgruppen, Musikgruppen jeglicher Art teil, marschieren, musizieren und tanzen die Straßen entlang. Zudem sind War Memorials überall mit Blumensträußen geschmückt.

Gegen 19 Uhr machten wir uns dann wieder auf nach Hause.

Sunday, May 27, 2007

Sightseeing Tour in NYC

Ich war schon mehrmals in NYC habe jedoch nie eine organisierte Stadtrundfahrt mitgemacht. Da ich zur Zeit Besuch von einer Freundin aus Deutschland habe und wir nicht viel Zeit haben aber möglichst viel sehen wollen, haben wir uns für einen Hop-On Hop-Off Bus entschieden. Die Tickets für 48h erhält man fast an jeder Straßenecke von Verkäufern, schwieriger gestaltet es sich dagegen in den Bus zu kommen. Strahlender Sonnenschein, angenehme 25°C - das lockte natürliche noch andere Touristen an. Und so standen wir nun und sahen einen Bus nach dem anderen nach, ohne das sich die Schlange weiter bewegte. Als wir es endlich geschafft hatten war uns klar: mit hop-off wird das wohl nix, denn dann kommen wir nicht so leicht wieder mit einem Bus mit. Vorbei am Columbus Circle, den Dakota vor dem John Lennon ermordet wurde, der Upper Westside, der Kirche St. John the Divine und dem Guggenheim Museum gelangten wir wieder in den Süden des Central Parks, wo wir einen kurzen Spaziergang machten. Dann ging es auf das Empire State Building - welches seit 2001 wieder das höchste Gebäude von NYC ist. Bevor wir unsere Night Loop mit dem Bus fortsetzen wollten, bewunderten wir noch das Flat Iron. Die Nachttour lohnte sich wirklich, denn sie führte uns u.a. nach Brooklyn wo wir herrliche Sicht auf die Brooklyn Bridge und die beleuchtete Skyline von NYC hatten. Zurück im Hostel traf ich dann noch auf Stefan einem guten Freund aus dem Studium der z.Z. einen Workshop und Boston macht und an diesem Wochenende auch nach New York gekommen war.
Schon zeitig standen wir am Sonntag auf, denn uns standen noch die Downtown Tour und Brooklyn Tour bevor. Gestärkt mit original American Pancakes machten wir uns auf und verließen den Bus erst wieder in Greenwich Village. Durch Soho ging es zum Wahington Square Park, bekannt durch unzählige Filmszenen die hier gedreht wurden. Dann liefen wir zur Wallstreet wo wir das Glück hatten eine Ehrungszeremonie der Army miterleben zu können. Hier im Financial District sahen wir auch die Kugel, die jahrelang den Innenhof des World Trade Centers verziert hatte. Völlig deformiert steht diese nun zum Gedenken im Battery Park. Von hier fährt auch die Staten Island Ferry ab. Diese ist kostenlos und während der Fahrt hat man tolle Sicht auf die Skyline und natürlich die Freiheitsstatue. In Manhattan ging es dann zum Pier 17 und dann nach Brooklyn. Anschließend zurück nach Little Italy, Chinatown, City Hall, UN Building und Rockefeller zurück zum Times Square. Ein wahrer Marathon ging zu Ende - aber wir haben alles gesehen! Nun nur noch zurück zum Auto und nach Hause. Da ich jedoch ziemlich ermüdet war verpasste ich eine Ausfahrt und fuhr in die falsche Richtung. Ich versuchte von dieser Autobahn runterzukommen und wieder in die andere Richtung aufzufahren - doch in diese Richtung gab es keine Auffahrt! Wir landeten dann in einem geschlossenen Einkaufszentrum wo zufällig in einer Sackgasse ein Auto stand. Ich war wirklich verdammt froh diesen Polizeiwagen da zu sehen. Ich schilderte dem Cop mein Problem und dieser ekortierte mich dann zurück auf den richtigen Weg. Da ich verbotener Weise links abbiegen sollte, machte er freundlicherweise sein Blaulicht an, blockte die andere Spur und ließ mich abbiegen. Das nenn ich doch mal hilfsbereite Polizisten :)

Sunday, May 20, 2007

Cape May - Whale Watching

Bereits zum 2. Mal ging es nach Cape May. Dieses Mal jedoch bei besserem Wetter und mit der Absicht eine Schiffsfahrt zu machen und dabei ein paar Wale und Delfine zu sehen.
Da eigentlich Sturm und hoher Wellengang für den heutigen Tag angesagt war, haben sich viele Leute davon abschrecken lassen und sind zu Hause geblieben. Voller Freude auf ein paar Wellen begaben wir hartgesottenen uns mittags auf das Schiff. Aber von Wind und Wellen war weit und breit keine Spur - leider auch nicht von den Walen. Immerhin fanden wir ziemlich schnell Delfine, die es sichtlich genossen, in den Wellen unseres Bootes zu surfen und eine ganze Weile neben uns her schwammen. Es war wirklich erstaunlich wie nah sie an unser Schiff herankamen. Nach ca. 3h gemütlicher Schifffahrt, bei der wir das obere Deck fast komplett für uns alleine hatten, legten wir wieder in Cape May an un genossen den restlichen Tag am Strand.

Saturday, May 19, 2007

Dogwood Parade

Nachdem ich in letzter Zeit etwas nachlässig war und meinen Blog nicht gepflegt habe, heute mal wieder ein kurzer Eintrag.

Da man in den USA aus fast jedem Blühen der verschiedenen Bäume ein Fest macht, war heute die Dogwood-Parade in Phoenixville dran. Wir Phoenixviller (Conny, Christine und ich) waren von einer Kollegin eingeladen wurden das ganze Spektakel in einem an der Straße gelegenen Haus zu verfolgen. Dort angekommen, waren wir auch erstmal erstaunt. Wir waren von einer kleinen Party ausgegangen mit ein paar Familienmitgliedern. Jedoch zeigte es sich, dass die Familie gute Connections zu den örtlichen Firefightern und sonstige Emergency und Life Guards hat und alle eingeladen waren. Die Parade an und für sich war nichts besonderes, kommt es den Amis doch mehr darauf an beisammen zu stehen, zu reden, zu grillen und zu essen und natürlich Bier zu trinken - was uns auch erlaubt war, da wir uns noch auf Privatbesitz befanden. Auf diese Weise bekamen wir gleich noch ein paar amerikanische Insider Geschichten mit. Ich habe zum Beispiel nicht gewusst, dass jeder McDonalds Clown auf ein Ronald McDonald College muss um dort zu lernen wie er sich zu bewegen hat! Wieder einmal einen Teil der amerikanischen Kultur besser kennengelernt.

Thursday, May 17, 2007

Softball - Baseball mit anderen Regeln

Seit Anfang April hat bei Siemens auch die Softball Season begonnen. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so habe ich dann auch im kalten Aprilwetter begonnen mit dem Soarian Clinicals Team zu trainieren. Mittlerweile beherrsche ich die Regeln und sind mir am Anfang fast die Hände abgefroren am Metallschläger so ist es zur Zeit das Gegenteil. In geißender Hitze und im prallen Sonnenschein stehen wir nun auf dem staubigen Feld. Eine Position an der ich dem Team sehr hilfreich bin habe ich auch gefunden. Ziemlich schnell hat sich herausgestellt, dass ich auf der 2nd Base ziemlich viele Outs hinbekomme. Zugegebener Maßen ist mein Batting noch sehr verbesserungswürdig. Aber Spaß habe ich mit meiner Multikultimannschaft jedesmal. Unsere indischen Mitspieler verwechseln Softball jedesmal mit Cricket und schleppen ihre Schläger über das halbe Feld, was die gegnerischen Mannschaften immer sehr aufregt.
Ravi, Noah, Sharath, Christine, Claudia,
Dave, Stephie, John, Khoi, Conny

Phoenixville Fair

Langsam kenn ich den Weg zum Airport in Philly auswendig. Heute habe ich Matthijs zum Flughafen gefahren, der sich mit den Worten verabschiedete „Wenn du morgen nichts von einem Flugzeugabsturz liest, kannst du davon ausgehen, dass ich sicher in Amsterdam gelandet bin“. Ja so ist er nun mal, aber irgendwie werde ich seinen trockenen Humor sicher vermissen.

Am späten Nachmittag traf ich mich mit Conny, Christine, Stephie, Denis und Gunnar noch auf der Phoenixville Fair. Ein kleines Straßenfest, mit vielen Essereien, Fahrgeschäften und Süßigkeiten. Erstmalig aß ich hier auch den Funnel Cake. Wie ich später herausgefunden habe, ist er in Deutschland unter dem Namen Strauben od. Stübli bekannt, ein süßes Backwerk mit Puderzucker. Wir hatten viel Spaß, warfen ein paar Körbe mit dem Basketball für den guten Zweck, und so ging auch dieser Tag irgendwann zu Ende.

Friday, May 11, 2007

BBQ@CC

Heute habe ich früher Schluss gemacht und bin von der Arbeit direkt zum Philadelphia Airport gefahren. Hier sollte ich Ina, eine neue Praktikantin abholen und zu ihrem neuen zu Hause bringen. Auf dem Hinweg zum Flughafen, musste ich allerdings einen unfreiwilligen Stopp einlegen, da sich mein Tank gefährlich leerte. Da auf der Interstate keine Tankstelle kam, fuhr ich also runter und direkt in die Ortschaft Springfield. Wie immer, findet man natürlich genau dann keine Tankstelle, wenn man dringend eine braucht. Als ich dann endlich eine fand, erlebte ich erstmals, dass man nicht überall direkt an der Zapfsäule mit Kreditkarte bezahlen kann. Hier musste ich mich erst drinnen anmelden und einen Betrag ansagen, für den ich dann anschließend Tanken durfte. Beruhigt ging es dann zum Flughafen, wo Ina mich schon erwartete.

Ich setzte Sie in West Chester ab, wo sie von ihrer Vermieterin bereits erwartet wurde. Eigenartig fand ich dass der Koreanische Schuljunge in einer größeren Nische am Ende des Flures hauste, ohne ein richtiges Bett oder Schränken, nur durch einen Vorhang abgetrennt. Das Zimmer von Ina war ok, allerdings befanden sich im Wandschrank noch Kleidungsstücke? Anschließend fuhren wir noch das Nötigste einkaufen, damit sie für den ersten Tag gerüstet ist, bis sie ihr Auto abholt.

Dann ging es gleich weiter, denn ich hatte mich mit Matthijs, Conny und Christine zum BBQ verabredet. Herausforderung war zunächst, den Grill aus dem Giant entsprechend zusammenzubauen.

Wednesday, May 09, 2007

Matthijs' Farewell

Der heutige Interntable fand im Boathouse statt, dem Treffpunkt für Siemensianer in Malvern schlechthin, da es in unmittelbarer Nähe des Corps liegt.

Diese Gelegenheit nutzte Matthijs gleich, um sich offiziell von allen Interns zu verabschieden, denn nächste Woche Donnerstag wird auch er die USA verlassen und in die Niederlande zurückkehren.Es war warm und sonnig, und so konnten wir erstmalig auch auf dem Deck draußen sitzen und Matthijs seine Geschenke überreichen. Traditionell bekommt natürlich jeder Intern ein kleines Büchlein mit selbstgestalten Seiten von den andern, gefüllt mit Erinnerungen und Wünschen für die Zukunft.

Sunday, May 06, 2007

Lady Liberty & Ellis Island

Am Samstag Morgen ging es zunächst nach Jersey City. Im Liberty State Park genossen wir den strahlenden Sonnenschein und bummelten an der Promenade entlang vor der Skyline von New York und der Statue of Liberty. Dann ging es nach Manhattan wo wir ganz in der Nähe des Times Square unser Hotel bezogen. Da wir zuvor noch an der TKTS verbilligte Tickets für das Musical "Mamma Mia!" erstanden hatten, war es am Abend nicht mehr weit zum Winter Garden Theater am Broadway.
Auch der Sonntag war schon ausgeplant denn bereits Tage vorher hatten wir uns Karten für die Statue of Liberty und Ellis Island reserviert. Nach mehreren Security Checks (einmal bevor wir mit dem Schiff auf die Insel übersetzten und dann noch einmal bevor wir die Statue betreten durften) betraten wir nun endlich das Wahrzeichen von NYC. Leider kann man aus Sicherheitsgründen nicht mehr bis in die Krone der Statue steigen sondern nur noch bis zum Sockel. Ohne viel Zeit verlieren zu können ging es weiter mit dem Schiff nach Ellis Island- der Insel auf der für Millionen Menschen der amerikanische Traum begann - oder auch nicht. Sehr beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass hier so viele Leute in die USA eingewandert sind, nur mit ein paar Koffern. Die ganze Insel ist ein grosses Museum mit Hintergrundinformationen, Computern in denen man seinen eigenen Namen nachschlagen kann um evtl. Verwandte zu finden und Videovorträgen über den damaligen Alltag auf Ellis Island. Da wir das letzte Schiff zurück aufs Festland nicht verpassen wollten, mussten wir dann leider unsere Besichtigung nach 3h mehr oder weniger abbrechen.