Sunday, August 12, 2007

Abreise

So, das war es nun also. Ich bin wieder auf deutschem Boden. Obwohl ich fast alles schon am Tag vorher gepackt habe, war es am Morgen meines Abfluges doch noch etwas chaotisch geworden.

7Uhr Aufstehen, verstauen meiner restlichen Utensilien, noch mal schnell den Bettbezug waschen, trocknen und zusammenlegen, natürlich war das Siemens Notebook auch noch an und trotz Out Of Office Reply kommen noch zahlreiche Mails, die man auch nicht unbeachtet lassen kann,...

10.30Uhr Alles im Koffer, nun der Check - und oh Schreck: 13kg zu viel im Koffer. Nunja mit muss es dennoch.

10:45 Die Koffer sind vor dem Auto - aber wie bekommt man nun 2 schwere Koffer allein in den viel zu hohen Kofferraum? Der Rücksitz muss dran glauben und unter zu Hilfenahme des Hebelgesetzes sind die Koffer auch endlich verstaut.

11.30Uhr meinen Manager bei Siemens suchen, um das Eigentum von Siemens zurückzugeben (Ausweis, Notebook, Tasche,...). Manager nicht da, Assistentin von Director suchen, sie ist natürlich auch nicht da, also Assistentin anderer Manager suchen. Die Rundreise gleich nutzen um noch allen Kollegen Tschüß zu sagen.

11.50Uhr Endlich im 2. Flur endlich eine Assistentin getroffen, die mir die Sachen abnimmt.

12Uhr Treffen mit Christine und Conny eine letzte Ice Cream von Brewster an der Route 30 dabei über das Übergepäck reden und sich total verunsichern lassen. Horrente Summen die man für Übergepäck zahlen muss. Was nun - 3. Koffer kaufen? Nein, das kostet ebenfalls, Zeit ist auch keine mehr.

12.30Uhr Kollegen anrufen der als Delegate in den Staaten ist.

12.45Uhr Zurück zu Siemens, die unwichtigen schweren Sachen auf dem Siemens-Parkplatz wieder auspacken und Kollegen bitten diese bei seinem nächsten Besuch nach Deutschland mitzubringen.

13.15Uhr Auf dem Weg zum Philadelphia Airport

14Uhr Ankunft am Flughafen, jetzt heißt es freundlich sein zum Servicepersonal, denn es sind immer noch 8kg Übergepäck.

14.05Uhr geschafft, der Koffer darf mit, ohne zusätzliche Gebühr, man ist ja Vielflieger ;)

16Uhr Abflug in die Heimat

Der Flug war unspektakulär und ruhig, und gab mir viel zu viel Zeit zum Nachdenken.
Natürlich kamen in letzter Zeit die Fragen auf warum ich denn nicht ganz hier bleiben wolle und was ich denn am meisten vermissen würde. Sehr gute Frage...vielleicht die Donut Days jeden 3. Mittwoch bei Siemens, die 24/7 Einkaufsmöglichkeiten? Ich denke am meisten werde ich wohl die Menschen hier vermissen. Auch wenn mein Team nur aus meinem Manager und mir bestand und wir auch fast immer in unterschiedlichen Projekten mitgearbeitet haben, war er sehr nett und hilfsbereit auch bei der Suche nach einem Job bei Siemens in Deutschland. Am Anfang dachte ich dass mir nichts schlimmeres passieren könnte, als im Nebengebäude zu arbeiten ohne Kontakt zu den anderen Internationals zu haben. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, konnte mir eigentlich nichts besseres passieren. Vor allem die Kollegen vom SAP Team haben es mir wirklich einfach gemacht mich dort einzuleben und -arbeiten.

Natürlich werde ich auch "meine" 4 Hunde und meine Landlords vermissen. Sicher war die Zeit mit ihnen nicht immer einfach. Obwohl beide sehr nett zu mir waren, machte der Umstand dass sie sich entschieden haben sich scheiden zu lassen das Zusammenleben etwas komplizierter. Vor allem auf die lautstarken Auseinandersetzungen am Anfang hätte ich gern verzichtet.